Yoga kommt aus Indien und wird dort seit etwa 3000 Jahren praktiziert. Er ist einer der 6 Philosophiesysteme, das folgende Ziele hat:

  • Die Auseinandersetzung mit der eigenen Personen zu stärken
  • Die Erkenntnis der eigenen Personen zu verbessern

Es gibt viele verschiedene Yogarichtungen und Traditionen. Wie auch immer die Herangehensweise aussieht, alle diese Richtungen haben ein Ziel: Die tief greifende Veränderung des persönlichen Lebens.

Im Yoga-Sutra des Patanjali, einem 2000 Jahre alten Text, wird auf richtungsweisende Art (für den modernen Menschen nachvollziehbar) beschrieben, wie der Yogaweg beschritten werden kann.

Das Yoga-Sutra geht der Frage nach, wie die in uns verborgene Fähigkeiten und Anlagen positiv genutzt werden können. Es weist Wege auf, wie der Mensch schrittweise zu einer persönlichen Wandlung gelangen kann. Im Mittelpunkt steht die Betrachtung des Geistes, zu dem im Yoga nicht nur das Denken sondern auch das Gefühlsleben zählt. 

  • Wie funktioniert unser Geist?
  • Wie entsteht Leid?
  • Welche Strukturen beeinflussen unsere Handlungen etc.? 

Das sind die Fragen, die beantwortet werden sollen.
Das Yoga-Sutra zeigt einen gangbaren Weg auf, der es uns ermöglicht, mit Hilfe von Körper-, Atem- und Meditationstechniken positive Veränderungen zu bewirken. So kann in unserem Leben mehr Klarheit im Geist, mehr Gesundheit, Harmonie und Wohlbefinden entstehen.

Mein Unterricht folgt den grossen Traditionen des Yoga in Indien, z.B. T. Krishnamacharya.

T.Krishnamacharya wurde 1888 in Mysore (Südindien) geboren und verstarb 1989 in Chennai (Madras). Im Laufe seines 101-jährigen Lebens erlangte er ein tiefes Verständnis und Wissen über Yoga. Sein Wissen und sein Ruf waren legendär. Viele bekannte Persönlichkeiten suchten bei ihm Rat und Hilfe.

Sein durch langes Studium erlangtes Wissen stellte T. Krishnamacharya in unermüdlicher Weise in den Dienst der Menschen.

Es ist ihm hervorragend gelungen, das traditionelle Wissen mit den veränderten Lebensbedingungen der Neuzeit zu verbinden, um es an die Bedürfnisse des modernen Menschen anzupassen.

1976 gründete sein Sohn und Schüler T.K.V. Desikachar in Chennai ein Yogazentrum, welches den Namen Krishnamacharya Yoga Mandiram trägt.

Der YOGA-Lehrer T.K.V. Desikachar hält seit Jahrzehnten weltweit Seminare und Vorträge an Universitäten und unterschiedlichen Institu-tionen. Er trägt dazu bei, den therapeutischen Aspekt von Yoga zu verbreiten. Im gleichen Sinne arbeitet sein Bruder Sri T.K.Sribhashyam. Seit 1988 wird die Tradition in Deutschland von R. Sriram gelehrt. Auch A.G. Mohan und seine Frau Indra gehören zu den grossen Lehrern dieser Tradition.

Ich hatte das grosse Glück für eine gewisse Zeit bei diesen wunderbaren Lehrern Desikachar und Sriram zu lernen und ihr Wissen zu übernehmen.

Dieser YOGA-Stil, der unter dem Namen Viniyoga bekannt ist, wird auch oft als der Weg der kleinen Schritte hin zum Ziel beschrieben. Er ist ein Weg der grossen Achtsamkeit im Hinblick auf die Möglichkeiten des einzelnen Menschen. Die Vorbereitung, die Alternativen und die Nachsorge der Körper-, Atem- und Meditationsübungen bieten einen grossen Rahmen dem Übenden im Gruppen wie im Einzelunterricht individuell begegnen zu können.

Das ist für mich als Lehrende und für meine Schüler ein grosser Schatz, den ich gern an meine Schüler weitergebe.